Wissenswertes

zur Wirtschaftskriminalität

Wirtschaftskriminalität

Eine einheitliche Definition für den Begriff der "Wirtschaftskriminalität" existiert nicht, wenngleich zumindest umgangssprachlich diese Art von Kriminalität zum großen Teil in wirtschaftlich ausgerichteten Unternehmen beobachtet werden kann.

Alle relevanten Erklärungs- bzw. Definitionsversuche haben gemeinsam, dass es sich bei wirtschaftskriminellen Handlungen um solche handelt, die im Rahmen wirtschaftlicher Betätigungen begangen werden.

Das führt dazu, dass als Geschädigte von wirtschaftskriminellen Handlungen sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen und Staaten in Betracht kommen.

Der große Bereich der Wirtschaftskriminalität wird Jahr für Jahr von verschiedenen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Versicherungsunternehmen, aber auch durch offizielle Stellen seitens der Polizei registriert und dokumentiert. Dabei wird der Fokus der Betrachtungen regelmäßig auf die Wirtschaft als Opfer wirtschaftskrimineller Handlungen gerichtet.

Befragungen von Unternehmen, aber auch die Erfassung von gemeldeten Straftaten bei den polizeilichen Ermittlungsbehörden geben ein Gesamtbild über die Lage in Deutschland, insbesondere in deutschen Unternehmen wieder.

Eine Untersuchung der Euler Hermes Kreditversicherung fasst die Themen Wirtschaftskriminalität und Mitarbeiterkriminalität auf den Punkt gebracht zusammen.
Sie bezeichnet das Thema Wirtschatskriminalität als "Die verkannte Gefahr." Die äußerst interessanten Ergebnisse (Quelle: Wirtschaft Konkret Nr. 303 / 2008) ergaben u.a., dass 91 Prozent der Unternehmen Wirtschaftskriminalität als ernste Gefahr ansehen.
6 Prozent rechnen mit einer Besserung, 45 Prozent dagegen rechnen mit einem Anstieg. 12 Prozent der Befragten schätzen das Risiko hoch ein, durch eigene Mitarbeiter geschädigt zu werden.
22 Prozent dagegen sehen die Gefahr eher bei externen Tätern.
Die Euler Hermes Kreditversicherung widerspricht jedoch der Annahme, dass die Mehrheit der Täter externe sind. Ihrer Ansicht nach werden mehr Unternehmen durch eigene Mitarbeiter als durch unternehmensfremde Personen geschädigt. Eigentums- und Vermögensdelikte wie Diebstahl, Betrug, Unterschlagung stehen dabei an der Spitze.

Anmerkung:
Wir legen Ihnen die Durchsicht der im Internet veröffentlichten Studie der Euler Hermes Kreditversicherungnahe, damit Sie einen Überblick über das Problemfeld Wirtschaftskriminalität und Mitarbeiterkriminalität erhalten können (siehe Links).

Weiter geht es in der Rubrik Mitarbeiterkriminalität.

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