Geld löst sich nicht in Luft auf.

Es ist nur an einem anderen Ort.

Insolvenzstraftaten

Neben der Bilanzfälschung oder Bilanzverschleierung, die auch als Vorbereitungshandlungen verschiedenster Insolvenzdelikte dienen können, existieren typische Insolvenzstraftaten, die wir an einem Tatort Arbeitsplatz beobachten.

So wird z.B. Betriebsvermögen geschmälert, indem

  • Scheingeschäfte mit vermeintlichen Geschäftspartnern geschlossen werden, auf die dann Zahlungen erfolgen
  • Betriebsmaschinen als defekt deklariert, tatsächlich aber "unter der Hand" verkauft werden
  • Immobilien, Dienstwagen etc. unter Wert an Geschäftspartner veräußert werden.

Der Gesetzgeber hat diese und andere Tathandlungen wie etwa den Bankrott bzw. den besonders schweren Fall des Bankrotts oder die Schulder- und Gläubigerbegünstigung unter Strafe gestellt, um in erster Linie Gläubiger, Mitarbeiter und Anteilseigner eines Unternehmens im Falle einer (drohenden) Insolvenz vor einem Liquiditätsausfall zu schützen.

Die für die Arbeit unserer Wirtschaftsdetektei relevantesten Normen im Bereich der Insolvenzkriminalität möchten wir Ihnen nachfolgend kurz vorstellen.

Bankrott

Der Bankrott (§ 283 StGB) bzw. der besonders schwere Fall des Bankrotts (§ 283a StGB) normiert simplifiziert formuliert das verwerfliche Verhalten von den Verantwortlichen eines Unternehmens zu einem Zeitpunkt, in dem sich das Unternehmen bereits in einer wirtschaftlichen Schieflage befindet.

Demnach ist z.B. gem. § 283 I Nr. 1 StGB u.a. unter Strafe gestellt das Beiseiteschaffen oder Verheimlichen von Vermögenswerten, um den berechtigten Zugriff durch z.B. Gläubiger zur Befriedigung ihrer Ansprüche im Wesentlichen aus

  • Kreditverträgen
  • Bürgschaften
  • Warenlieferungsverträgen

zu vereiteln.

Wir sind u.a. darauf spezialisiert, im In- und Ausland Scheingeschäfte zu enttarnen und vorsätzlich versteckte Vermögenswerte wiederzufinden sowie ihre Rückführung zu begleiten.

Gläubiger-/ Schuldnerbegünstigung

Gläubiger- und Schuldnerbegünstigung sind in § 283c StGB bzw. § 283d StGB geregelt.

Die im wirtschaftlichen "Krisenfall" vorsätzlich herbeigeführte Vermögensminderung zu Gunsten des Schuldners (und zum Nachteil der Gläubiger) oder zu Gunsten des Gläubigers (und zum Nachteil anderer Gläubiger) führt nicht selten zur juristischen Inaugenscheinnahme möglicher insolvenzrechtlicher Anfechtungstatbestände, um vermögensmindernde Geschäfte anzugreifen und Betriebsvermögen doch noch den rechtmäßigen Gläubigern zukommen zu lassen bzw. der Insolvenzmasse zuzuführen.

Auch hier sind wir investigativ tätig, wenn anfechtungsbegründende Beweise zum Aufdecken und Aufklären solcher konspirativen Geschäfte zu eruieren sind.

Professionelle Hilfe

Haben Sie den Verdacht, dass Sie Opfer von Insolvenzrkiminalität werden bzw. geworden sind? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, und lassen Sie sich helfen.

© Detektei PROOF-MANAGEMENT GMBH am Tatort Arbeitsplatz, 2017