Der Abrechnungsbetrug

im Gesundheitswesen

Abrechnungsbetrug

Der Abrechnungsbetrug ist eine spezielle Form des Betruges. Obwohl er umgangssprachlich mit dem Spesenbetrug von Mitarbeitern in Betrieben in Verbindung gebracht wird, gilt seine Hauptbedeutung vornehmlich bestimmten betrügerischen Handlungen zum Nachteil des Gesundheitswesens, insbesondere zum Nachteil von Leistungserbringern, Versicherten, Arbeitgebern und sonstigen Dritten.

Eine typische Begehungsform beim Abrechnungsbetrug zeigt sich im Geltendmachen nichterbrachter Leistungen oder Lieferungen beispielsweise durch Ärzte, Apotheker, Krankenhäuser, Pflegedienste, Sanitätshäuser oder durch andere medizinische Einrichtungen und Unternehmen gegenüber gesetzlichen und privaten Krankenkassen.

Spektakuläre bekanntgewordene Fälle des Abrechnungsbetruges wie etwa betrügerische Abrechnungen für das Behandeln bereits Verstorbener oder Behandlungen von Pflegebedürftigen durch nicht vorgesehenes bzw. qualifiziertes Personal bilden in diesem Themenkomplex nur die Spitze des Eisberges.

Über einen beispiellosen Fall berichtete die Zeitung Die Welt am 22.08.2013, in dem ein Hamburger Arzt durch Abrechnungsbetrug 34 Millionen Euro erschlichen haben soll. Die Barmer GEK ist bemüht, das Geld zurück zu fordern.

Auch das unberechtigte Nutzen von Versichertenkarten durch Verwandte oder Freunde von Versicherten, oder das Nutzen einer Krankenkassenkarte gegen Zahlung eines Geldbetrages oder gegen Sachleistungen ist eine von mehren modernen Formen, Abrechnungsbetrug zum Nachteil der Krankenkassen zu begehen.

Das BKA bezifferte den durch Abrechnungsbetrug verursachten Schaden für 2009 auf etwa 45,8 Millionen Euro.

Urteile zum Abrechnungsbetrug

Informationen und Urteile zum Spesenbetrug

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